Fleshback: Roger Waters 22.5.2002 Hannover, Preussag Arena

Von Thomas Pankow

Vor 24 Jahren, am 22. Mai, war ich mit meiner Frau in Hannover beim Konzert von Roger Waters.

Nach den Konzerten in den USA wenige Jahre zuvor hatte ich kaum noch damit gerechnet ihn auch hier erleben zu dürfen. Umso größer die Überraschung als die Konzerte angekündigt wurden.

Ironischerweise war ein Sponsor der Tour ausgerechnet der Musikexpress, der früher an Pink Floyd nie ein gutes Haar ließ.

Ich hatte schon einige Zeit daraufhin gefiebert ihn nach 1990 auf dem Potsdamer Platz mit The Wall nun auch endlich in Deutschland mal mit seinen Solo- und Pink Floyd-Songs erleben zu dürfen.

Interessant war das Konzert auch noch mal vor dem Hintergrund, dass ich im Januar 2002 David Gilmour in der Royal Festival Hall sehen und hören durfte (mit Überraschungsgast Kate Bush).

Rogers damals mittlerweile auch schon 10 Jahre altes Album Amused To Death hatte ich viele Jahre oft gehört, das Livealbum seiner US-Tour seit Ende 2000 ebenfalls. Die DVD der Tour war noch recht frisch und machte nochmal mehr Lust auf das Konzert.

Die Spannung stieg, als wir vor der Halle standen, und steigerte sich weiter nach dem Einlass und Aufsuchen unserer guten Plätze. Die Bühne kam mir nach den Wall-Konzerten in Dortmund und Berlin, sowie Pink Floyds Momentary Lapse und Division Bell Touren – ich will mal sagen – sehr übersichtlich vor.

Der Opener mit In The Flesh war mir ja nun schon vertraut. Großartig war es die beiden Songs von The Final Cut nun endlich mal live zu hören und zu sehen. Dogs war mir zu dem Zeitpunkt ja auch noch nicht vergönnt gewesen, ich fand es toll, auch das Zusammensitzen der Band zum Spielen zwischendrin. Erstmals live für mich war auch Set The Controls, eines meiner Lieblingsstücke der frühen Ära. Die Songfolge Every Strangers Eyes und die Songs von vor allem Amused To Death waren für mich ein weiterer, wenn nicht der beste Höhepunkt des Abends, musikalisch und auch visuell geradezu fesselnd. Schön am Ende der neue Song Flickering Flame vom damals neuen Album.

Nach einem tollen Abend voller neuer Eindrücke machte ich mich glücklich mit meiner Frau wieder auf den Heimweg nach Lüneburg. Es machte Hoffnung, dass es in Zukunft noch mehr Konzerte meiner „Helden“ geben könnte …

Konzert-Statistik:

  • Tournee: In The Flesh
  • Termin: 22. Mai 2002,
  • Spielstätte: Preussag Arena (heute ZAG Arena)
  • Plätze: 14.000
  • Adresse: Expo Plaza 7, Hannover
  • Einlass: 18:30 Uhr | Showtime: 20 Uhr

Band:

  • Roger Waters: Gesang, Gitarre, Bass
  • Chester Kamen: Gitarre, Gesang
  • Harry Waters: Keyboard, Gitarre, Gesang
  • Graham Broad: Schlagzeug
  • Andy Fairweather Low: Gitarre, Bass, Gesang
  • Andy Wallace: Keyboard
  • Snowy White: Gitarre
  • P.P. Arnold: Backing Vocals
  • Katie Kisson: Backing Vocals
  • Linda Lewis: Backing Vocals
  • Karol Kenyon: Backing Vocals

Setlist:

Set 1:

  1. In The Flesh
  2. The Happiest Days of Our Lives
  3. Another Brick in the Wall (Pt. 2)
  4. Mother
  5. Get Your Filthy Hand Off My Desert
  6. Southampton Dock
  7. Pigs on the Wing
  8. Dogs
  9. Shine On You Crazy Diamond (Part 1-5)
  10. Welcome to the Machine
  11. Wish You Were Here
  12. Shine On You Crazy Diamond (Part 6-9)

Set 2:

  1. Set the Controls for the Heart of the Sun
  2. Breathe
  3. Time
  4. Money
  5. 5:06 AM (Every Strangers Eyes)
  6. Perfect Sense (Part 1)
  7. Perfect Sense (Part 2)
  8. The Bravery of Being Out of Range
  9. It’s a Miracle
  10. Amused to Death
  11. Brain Damage
  12. Eclipse

Encores:

  1. Comfortably Numb
  2. Flickering Flame

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