Collection Guide: Pink Floyd – The Final Cut (1983)

Am 21. März 1983 wurde mit The Final Cut das letzte Pink-Floyd-Album mit Roger Waters veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt war Richard Wright kein Mitglied von Pink Floyd mehr. Ursprünglich sollte das Album eine Sammlung von Tracks von The Wall sein, die nicht verwendet wurden, oder alternative Versionen. Spare Bricks war der Arbeitstitel mit den aus „The Wall“ stammenden Outtakes Your Possible Pasts, One Of The Few, The Hero’s Return und The Final Cut. Mit dem Ausbruch des Konflikts im Südatlantik über die Souveränität der Falklandinseln, die von Argentinien im April 1982 angegriffen wurden und der von Premierministerin Margaret Thatcher entsandten Flotten als Gegenmaßnahme, verschrottete Waters die Idee, sein „Requiem für den Nachkriegstraum“ zu schaffen.
For Eric Fletcher Waters 1913–1944
The Final Cut ist ein Antikriegs-Konzeptalbum, das Waters seinem Vater Eric Fletcher widmete. Es verwundert nicht weiter, dass das Albumcover aus Kriegsauszeichnungen besteht. Man sieht darauf vier Medaillenbänder aus dem Zweiten Weltkrieg, die auf einen schwarzen Stoff gelegt wurden. Von links nach rechts sind folgende Orden zu erkennen: 1939-45 Star, Africa Star, Defence Medal und Flying Cross.
Roger and David playing Donkey Kong during the Final Cut sessions
ROGER WATERS: I have vivid memories of sitting in the back of the room playing donkey kong [with David Gilmour] for hour after hour.
Es gibt ein Foto, das die beiden beim Donkey Kong Videospielen zeigt, das in dem Buch The Final Cut von Vernon Fitch erschien.
2004 erschien von The Final Cut eine Re-issue, die „When the Tigers Broke Free“ enthielt.
The Final Cut – A Reqiuem for the Post War Dream
By Roger Waters performed by Pink Floyd
- Veröffentlichung: 21. März 1983
- Label: Harvest
- Format: LP-Vinyl, Gatefold, CD
Side A:
- The Post War Dream 2:56
- Your Possible Pasts 4:38
- One of the Few 1:14
- The Hero’s Return 2:35
- The Gunners Dream 5:29
- Paranoid Eyes 3:35
Side B:
- Get your filthy Hands off my Desert 1:19
- The Fletcher Memorial Home 4:11
- Southampton Dock 2:14
- The Final Cut 4:44
- Not now John 5:02
- Two Suns in the Sunset 5:16
- Andy Newmark: Drums
Gesamt: 43:27 Minuten
Pink Floyd:
- David Gilmour: guitars, lead vocals on Not Now John
- Nick Mason: drum, percussion, sound effects (with holophonics)
- Roger Waters: lead vocals, bass guitar, synthesiser, sound effects, acoustic guitar, artwork
Zusätzliche Musiker:
- Andy Bown: Hammond organ
- Ray Cooper: percussion
- Michael Kamen: piano harmonium, conducting and arranging of the National Philharmonic Orchestra
- National Philharmonic Orchestra
- Andy Newmark: drums on Two Suns in the Sunset
- Raphael Ravenscroft: tenor sax
Studio:
- Recorded between July and December 1982
- Mayfair
- Olympic
- Abbey Road
- Eel Pie
- Audio international
- RAK
- Hookend
- the Billiard Room
Produktion:
- Roger Waters, James Guthrie und Michael Kamen
- All Songs composed by Roger Waters
- Andrew Jackson: engineering
- Andy Canelle: assistant engineer
- Mike Nocito: assistant engineer
- Jules Bowne: assistant engineer
- Holophonics by Zuccarelli Labs
Artwork:
- Roger Waters: Sleeve Design
- Willie Christie: photography
- Artful Dodgers: Artwork
Remastering:
- Doug Sax: mastering, remastering on 1994 and 1997 re-issues at Mastering Lab.
- James Guthrie: remastering producer, engineering, remastering on 2004 re-issue
All Kinds of Final Cut
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HR1 hat gerade allen Ernstes “Not Now John” gespielt. Sachen gibt’s!
Für mich der beste Roger Waters Album, nach Amused to Death ich bin mehr Roger Fan als David, für mich ist A Momentary Lapse of Reason Davids bester Solo Album gleichgestellt mit Luck and Stränge,…aber wenn man bis 1975 hat Rick Wright mehr Song Credits als David Gilmour, ….?!
Mich wundert das ehrlich gesagt, dass Wright nach meinem Gefühl ein bisschen die George Harrison-Rolle hat. Gerade Dark Side zb. Oke Money (das ich jetzt nicht so großartig finde – ein 7/4 Takt acht noch keinen fantastischen Song) und das Finale (das ich überaus großartig finde) sind Waters. Aber Great Gig und Us and them (meiner Meinung nach sehr prägende Stücke) sind Wright – Kompositionen und bei allen anderen hatte er die Finger wohl entscheidend im Spiel. Ich denke danach, Shine on dürfte viel Gilmour/Wright Musik sein und Wish you were here von der Musik her größtenteils Gilmour. Ein Jammer dass Wright danach offensichtlich eine Schreibblockade bekam. Er trug so Großartiges bei davor. Ich finde, kompositorisch lief Gilmour erst nach Waters Ausstieg zur Hochform auf. Mit Ausnahmen der absoluten Perlen natürlich wie comfortably Numb, run like hell, Dogs (das allerdings fast eine ganze Seite von Animals ist) und seine vermutlich großen Beiträge zu Echoes. Aber eigentlich ist meine Antwort auf die Frage: Waters oder Gilmour -> Wright! Zumindest bis Animals.
Dieses Album hat seine ganz besondere Atmosphäre. Damals schon als Kind faszinierend. Bestes Soloalbum aller Zeiten. The final cut (song) bester Gesangspart.
Ich weiß nicht mehr genau wann ich im Laufe des Jahres 1983 in einem ganz kurzem Artikel (ich glaube im ME/Sounds, ungefähr 3-4 Sätze) eine Ankündigung gelesen hatte, dass Pink Floyd ein Konzert geben werden. Das fand dann aber, wie wir alle wissen, nie statt… Leider habe ich die Zeitschrift schon lange nicht mehr…
Mein erstes (eigenes) PF-Album, das ich mit 14 in einem Plattenladen in London gekauft habe. Ich zähle es – entgegen vieler Mainstream-Reviews – immer noch zu meinen Lieblingsalben von PF.
Erst neulich habe ich mir eine frühere Auflage als CD besorgt, auf der “When The Tigers Broke Free” fehlt. Dieses später eingefügte Stück ist für mich ein sehr großer Störfaktor. Ich bin mit dem Album ohne diesen Track aufgewachsen und habe es nie verstanden, was das da zu suchen hat. Es war meines Wissens zum ersten Mal im Spielfilm THE WALL zu hören. Und dort gehört es auch hin. Zu einer sehr rührenden Szene, in der der junge Pink in der Uniform seines Vaters vor dem Spiegel posiert.
Auch wenn es sehr Waters-lastig ist, ist es dank der unverkennbaren Gilmour-Gitarre für mich noch immer ein PF-Album. Etwas Wehmut packt mich immer wieder, wenn ich nur drei Namen auf dem Cover lese.
Bei mir genauso, Michael. The Final Cut war das erste Pink Floyd Album, das ich zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung kaufte! Im März 1983, auf CD! The Final Cut war meine CD Nummero 1. Und auch ich war konstatiert zu sehen, das Rick Wrights Name nirgendwo darauf zu lesen war. Meine mangelnde Informationslage gab solch ein Wissen nicht her. Von The Wall immer noch begeistert, gefiel mir The Final Cut sofort & total.
Ja, Werner, THE FINAL CUT war eigentlich eine konsequente Fortsetzung von THE WALL. Es ärgert mich, wenn immer wieder von Resteverwertung o. ä. gesprochen wird. Das wird dem Album nicht mal ansatzweise gerecht. Ich war damals auch nicht informiert, was da hinter den Kulissen abging. Ich war zu jung und auch noch nicht so drin. So richtig mit der Bandgeschichte habe ich mich erst mit dem Erscheinen von AMLOR befasst, als ich ein LP-Review für die Schülerzeitung verfasst habe.
In der DDR gab es bei Jugendsender DT64 nachmittags immer ein Album ungestört zum MItschneiden. Da ich schon seit DSOTM Pink-Floyd-Fan war und es ziemlich schwierig, an ganze Alben heranzukommen, war das sozusagen ein Pflichttermin, als The Final Cut gesendet wurde. Ich war überrascht über die Kürze des Album, erst später wusste ich, dass “The Fletcher Memorial Home” nicht gesendet wurde, weil auch Breschnew genannt wurde. Verrückte Zeiten … – obwohl so viel besser ist es gerade auch nicht.
Die Sendung, die du meinst, war sicher “Vom Band, fürs Band” und lief auf dem Sender “Stimme der DDR” am Samstag um 19:00 Uhr. DT64 war ja ein eigener Sender. “Stimme der DDR” war der Sender, der bis Ende 1971 noch “Deutschlandsender” hieß. Auf DT64 lief regelmäßig “Westmusik”, wobei auch hier mindesten 60/40 eingehalten werden musste, also 60% Ostmugge und 40% Westmugge. Andere Bezugsquellen für Westmusik in den Bereichen der DDR, in denen es kein Westempfang gab (Tal der Ahnunslosen im Raum Dresden), waren die Sendungen “Notenbude” und “Beatkiste”.
Auf einem der Sender kam um 1977 eine komplette Sendung über Pink Floyd. Von der Gründung bis zum Album Animals. War sehr interessant und auch mit Musikbeispielen hinterlegt. Hatte ich mir damals mit meinem Tonbandgerät KB100 aufgenommen, abgeschrieben und bei der Eröffnung eines Jugendklubs in Dresden vorgetragen.
Jetzt musste ich selber nachsehen. Es war bei DT64 die Sendung “Duett – Musik für den Rekorder”, kam in der Woche jeweils von 15 -16 Uhr. Ich lebte damals in Greifswald, außer NDR bei geeignetem Wetter kam da kein Westsender an. Die anderen Sendungen kenne ich natürlich auch, “Musikalische Luftfracht” habe ich auch häufig zum Mitschnitt genutzt. Lange ist es her …
Samstags um 19.00h gabs bei uns immer ´Diskothek im WDR´.
Das saß unsereins dann mit dem ersten Casettenrecorder, und dem Mikro am Lautsprecher davor, und ärgerte sich, wenn die in die Titel rein quatschten. Aber am schlimmsten war, wenn Muttern reinkam: “Essen is fertich!”. Dann konnte man die Aufnahme endgültig inne Tonne kloppen.
Für mich war es 1989-1993 (ich war noch nicht mal offiziell erwachsen) eines der sieben “perfekten” Floyd-Alben (von damals 13; zusammen mit den grossen 4, TPATGOD und AHM). Inzwischen sehe ich das nicht mehr so – aber viel besser als sein Ruf ist es trotzdem. Und ich finde den Einsatz der Drums gerade spannend (was ja oft kritisiert wird). Sowie Waters Stimme hier extrem passend zu den Songs. – Auch ich empfand “When the Tigers Broke Free” nie auf’s Album gehörend, allerdings fand ich auch “Not Now John” jeweils etwas ‘falsch’ (wohl in der Produktion), so als Single festgelegt von Anfang an.
Für mich sind die Alben von Pink Floyd wie unterschiedliche Zimmer, die ich betrete. Und die sind alle so anders eingerichtet, dass ich manchmal staune, dass sich alle im selben Haus befinden. Um in diesem Bild zu bleiben hat der Raum von The Final Cut einen ganz eigenen gemütlichen Stil, der überhaupt nicht so laut und so expressionistisch wie The Wall ist und sich in meinen Augen nur zufällig genau daneben befindet. Ein alter Duft, der mich sofort zurückholt in jene Zeit, in der ich in diesem Raum gerne meine Zeit verbrachte. Auch wenn er so viel wegdiskutiert wird und nur selten jemand vorbeikommt. Dieses Album hat seine eigenen Zauber.
Ich liebe dieses Album sehr und höre es seit meiner Jugend gerne – und vor allem am Stück. Ich habe eine alte Vinyl Ausgabe, hier würde ich gerne was besseres haben.
Aber selbst auf CD gibt es ja nur noch Version mit dem eingeschobenen “When The Tigers Broke Free”…
…bin ich der einzige den das stört?
Ich mag den Song, keine Frage, aber für mich ist das ein Wall Song, warum schiebt man den in die Klang-Collage von The final cut ein?
Deine Frage wurde weiter oben schon beantwortet…
Hallo Alexander, wenn Du die ursprüngliche CD-Version von Final Cut haben möchtest, so kann ich Dir diese anbieten. Ich habe sie doppelt als alte Ausgaben Made in UK, Made in Holland und Made in USA. Falls Interesse besteht gerne über Werner Kontakt herstellen.
Danke Michael!
Und deine Beschreibung ChrisHB trifft es auch ziemlich gut für mich!
When the Tigers broke free ist ein großartiger Song, halt Roger durch und durch.
Auch ich finde den Song schon fast störend auf der neuen Final cut
Ich habe eine Maxi CD (12 inch) die: Not now John und The hero`s return Part 1 und 2 beinhaltet
Ich hätte an Rogers Stelle :The heros return Part 2 auf der neue Final Cut gebracht ,mit diesen typisch Roger, fantastischen Text
Ich finde “When The Tigers Broke Free” auch total klasse. Passt im Film perfekt an genau dieser Stelle. Gänsehaut pur! Aber was dazu geführt hat, dass später NACHTRÄGLICH dieser Track auf TFC untergebracht wurde, werde ich nie verstehen. Überflüssig und unpassend.
Ich mag TFC sehr, bei mir ist es wie bei vielen von euch hier, ich mag es auch lieber ohne WTTBF.Ich liebe den Song,aber es war für mich immer mehr ein Stück für THE WALL.Aber da wäre es glaube ich das gleiche Problem.Würde man es auf der TW packen,wäre es auch da schwer mich daran zu gewöhnen.Nun..es ist wie es ist,ein wunderbarer Song,den wir dankenderweise des ECHOES Samplers auch auf Cd haben.Sehr froh bin ich das ich mir damals die Vinyl Single gekauft habe,zu der Zeit noch im Glauben das es Teil eines Soundtrack Album’s wird,das dann ja später zu einem neuen regulären Album geworden ist.Somit kam ich dann bis heute zu allen Versionen von TFC…ob es nun ein Water’s Solo Album ist oder nicht ist mir dabei völlig egal…es ist gut so wie es ist.
Ich finde jetzt wo Sony am Drücker ist sollte man dem Album mehr Aufmerksamkeit widmen,in Form einer Box.man könnte da doch einiges reinpacken,beide Versionen des Album’s auf Vinyl u. Cd,die WTTBF Single ..auch Vinyl u. Maxi Cd,natürlich die Musikvideos zum Album…und einige Live Aufnahmen der Song’s von Roger Waters gibt es ja auch…da wäre doch was zu machen oder ? Leider war das Album weltweit gesehn nicht so ein Überflieger wie DSOTM oder WYWH u. TW , aber vieleicht wird ja mal was draus…
P.S
@ ChrisHB
Dein Kommentar vom 23 März ist einfach wunderbar !Super in Worte gefasst…schöner hätte man es kaum ausdrücken können…toll!
So..der alte Mattes macht Wochenende!
Schönes We.
Gruß
Mattes
Ich wäre auch sehr für eine SPECIAL EDITION von THE FINAL CUT! Dann ja, beide Versionen auf je einer CD (auch wenn es sich nur um einem Song unterscheidet) und die Singles gerne auch. Vielleicht alle B-Seiten und anderen Versionen über die Jahre (Promos, Best-of’s etc.) auf eine zusätzliche CD. Dann den Kurzfilm auf Bluray und Demos sowie alternative Takes mit rein. Und schliesslich die drei noch lebenden Floyds eine Akustik-Version der Songs, die Gilmour mag, einspielen lassen, live, mit E-Gitarre am Ende dann doch, wie Nirvana, die bei Unplugged ja auch etwas ‘getäuscht’ haben … Auf jeden Fall leben ja genau Waters, Gilmour und Mason ja noch — Die PF von TFC. (Man darf ja träumen …; und Pink Floyd sind einfach Erinnerungen an die Jugend.)
Das wäre auf alle Fälle eine gute Idee. Es würde mich wundern, wenn es nicht genauso kommt, oder ein wenig abgeändert, also das mit den neu eingespielten Songs 🙂 wirds nicht spielen, ansonsten aber, her mit dem Kurzfilm, den Demos und Outtakes. Ich bin überzeugt, dass jedes Album eine Special-Edition-Behandlung erfahren wird.
Ich will noch was zu “When The Tigers Broke Free” ergänzen.
Bei der Lektüre des neuen PF-Buchs ist mir auf S. 362 eine Passage aufgefallen, die hierzu passt.
Roger Waters wird zitiert mit den Worten. “Die anderen in der Band hatten die Einbeziehung von WTTBF in den Film kritisiert, von wegen, es sei ein zu persönlicher Song für mich. Weil es in Bezug auf Zeit und Ort sehr genau ist, hätte es deutlich gemacht, dass THE WALL von mir handelt.”
Nach dieser Äußerung wundert es mich umso mehr, dass man zugelassen hat, das Stück auf der Neuauflage von TFC einzuflicken. Wie ist hier die Rechtelage? Hatte Waters das Recht, das zu entscheiden? Oder hätten Gilmour und Mason zustimmen müssen? Das würde mich wirklich brennend interessieren. Denn bei dem Zitat oben kann man ja reininterpretieren, dass das Stück generell nicht gut bei den anderen Mitgliedern ankam.
Nach wiederholtem Hören von TFC gerade vorhin bleibe ich bei meiner Meinung: Das Album ist ohne WTTBF einfach schlüssiger.