Nick Mason’s Night: Roger Waters 12.5.2007 London, Earls Court

Roger Waters 12.5.2007 London Earls Court

Von Werner

Heute saß ich viel weiter vorn. Ungefähr 17. Reihe Mitte vor der Bühne. Das Konzert heute war das Beste, das ich von Rogers 2006/07 Tour bisher gesehen habe und sehen werde. Besonders gefielen mir The Fletcher Memorial Home, Perfect Sense und wieder einmal Leaving Beirut. Diese Anti-Kriegslieder haben schon ein gewaltiges Gewicht. Unterstützt werden die Songs von den Filmen auf der Videowand, um es noch einmal zu erwähnen.

Als ich von der Pause zurück in die Halle kam, sah ich Nick Masons Drumkit aufgebaut! Jawohl, darauf hatte ich gehofft. Bevor es dann mit Speak To Me losging, stellte Waters dem Publikum noch den neuen Drummer vor! Und da kam er, Nick Mason! Standing Ovations und lautstarker Jubel überall! Dark Side of the Moon von Roger Waters mit Nick Mason on drums komplett zu erleben ist natürlich noch einmal eine ganz andere Geschichte. Meine Favoriten im zweiten Teil des Konzertes: Any Colour you like, Brain Damage und Eclipse. Vera und Bring The Boys Back Home beeindruckten mich heute auch. Wiederum zwei Anti-Kriegslieder, die aufgrund der politischen Situation für die Engländer zwei ganz aktuelle Songs sind.

Die Setlist liest sich eigentlich wie eine Abschiedstour. Ich bin froh, Roger und Nick hier im Earls Court noch einmal gesehen zu haben. Über Roger Tour selbst muss ich sagen, dass es spannender gewesen wäre, wenn er mehr von seinen neuen Songs bzw. von Amused To Death spielen würde, anstatt einer Pink Floyd-Best-of-Show. Es bleibt mir ein Rätsel, wie ein so kreativer Mensch wie Roger so wenig an neuer Rockmusik in den vergangenen 15 Jahren veröffentlichen konnte. Stattdessen reist Roger immer weiter in die Vergangenheit zurück. Aber es sollte dem gegenüber auch ein Teil mit neuem Material stehen. Selbst, wenn ein Teil des Publikums währenddessen nach den Bierständen suchen würde. Wie sie es zum Teil bei Leaving Beirut tun. Es scheint mir so, als ob Roger sich zu sehr darauf konzentriert, zu betonen, dass er einmal ein sehr wichtiger Bestandteil von Pink Floyd war. Seine Konzerte werden immer mehr zu reinen Pink Floyd Nostalgie-Konzerten. Ich freue mich auch, die alten Songs zu hören. Das ist nicht zynisch gemeint. Inzwischen ist das fliegende Schwein bereits wieder reaktiviert. 1999, 2000 und 2002 verstand ich das noch. Es ging darum, Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach seiner langen Tourneepause 1987 – 99 ging es natürlich darum, die Konzertöffentlichkeit aufmerksam zu machen. Selbstverständlich hat er jedes recht, so viele Floydsongs zu spielen, wie er will. Mit Dark Side of The Moon 2006-07 eine Welttournee zu machen ist jedoch nicht gerade, das, was ich mir erwartet habe. Wenn es ein nächstes Mal geben sollte, frage ich mich, ob Roger dann sein neues Album komplett spielen wird oder ob es wieder ein Best-of werden wird.

Konzert-Statistik:

Band:

  • Roger Waters: Gesang, Gitarre, Bass
  • Dave Kilminster: Gitarre, Gesang
  • Harry Waters: Keyboard, Gitarre, Gesang
  • Graham Broad: Schlagzeug
  • Andy Fairweather-Low: Gitarre, Bass, Gesang
  • Jon Carin: Keyboard
  • Snowy White: Gitarre
  • P.P. Arnold: Gesang
  • Katie Kisson: Gesang
  • Linda Lewis: Gesang
  • Carol Kenyon: Gesang

Setlist:

Set 1:

  1. In The Flesh
  2. Mother
  3. Set The Controls For The Heart Of The Sun
  4. Shine On You Crazy Diamond Pt.1-5
  5. Have A Cigar
  6. Wish You Were Here
  7. Southampton Dock
  8. The Fletcher Memorial Home
  9. Perfect Sense Pt.1
  10. Perfect Sense Pt.2
  11. Leaving Beirut *new
  12. Sheep

Set 2:

  1. Speak To Me
  2. Breathe
  3. On The Run
  4. Time
  5. Breathe Reprise
  6. The Great Gig In The Sky
  7. Money
  8. Us And Them
  9. Any Colour You Like
  10. Brain Damage
  11. Eclipse

Encores:

  1. The Happiest Days Of Our Lives
  2. Another Brick In The Wall Pt.2
  3. Vera
  4. Bring the Boys back Home
  5. Comfortably Numb

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