Pink Floyd kündigen „ANIMALS 50“ an

Veröffentlichung zum 50-jährigen Jubiläum als Deluxe-Box-Set, 2LP, 1LP, 2CD, Blu-ray und digital – Erscheint am 22. Januar 2027.
Fünf Jahrzehnte nach dem düsteren Bild des Großbritanniens der 1970er Jahre, das es verkörperte, erscheint Pink Floyds verehrtes dystopisches Meisterwerk „ANIMALS“ am 22. Januar 2027 in verschiedenen Formaten und als Deluxe-Box-Set, von Sony Music.
ANIMALS 50
Die Ausgabe zum 50-jährigen Jubiläum bietet Fans neue Einblicke in eines der eindringlichsten und fesselndsten Werke von Pink Floyd und enthält eine Fülle seltener und bisher unveröffentlichter Musik sowie bisher unveröffentlichte Fotos, die einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen des Aufnahmeprozesses, der Entstehung des ikonischen Albumcovers und der bahnbrechenden Tourproduktion gewähren.
- JPC: Pink Floyd Animals 50 (Deluxe Box) (Dolby Atmos) 3 LPs, 5 CDs, 1 Blu-ray Audio
- JPC: Pink Floyd Animals 50 (Dolby Atmos) Blu-ray Audio
- JPC: Pink Floyd Animals 50 (180g) 2 LPs
- JPC: Pink Floyd Animals 50 (180g) 2 CDs
- JPC: Pink Floyd Animals 50 (180g) (Orange Vinyl) LP
Deluxe-Box-Set
- 5CD
- CD1: Animals (Original album)
- CD2: Animals (2018 Remix)
- CD3: Rarities (mit fünf Raritäten, darunter ein bisher unveröffentlichter Roger-Waters-Titel namens „Young Nicholas Jon“ und bisher unveröffentlichte frühe Versionen von „Sheep“ und „Dogs“, „Sheep (Original Radio Edit)“, eine Viereinhalbminütige, ausschließlich für den Radioeinsatz im Jahr 1977 produzierte Promo-Fassung, die bis heute noch nie im Handel erhältlich war.)
- CD4: Live from the Oakland Coliseum Arena 1977 Disc 1, vom 9. Mai 1977, das von dem damals 19-jährigen Bootlegger Reinhard Hohlwein aufgenommen wurde.
- CD5: Live from the Oakland Coliseum Arena, 1977 Disc 2
- 3LP
- LP1: Animals (Original album)
- LP2: Animals (2018 Remix)
- LP3: Rarities
- Blu-Ray
- Animals – Original Stereo Mix (1977)
- Animals – Remix: Stereo + 5.1 + Atmos (2018)
- Rarities (Stereo Mix)
- Live from the Oakland Coliseum Arena, 1977
- Hardcover-Buch
- Das 64-seitige Hardcover-Buch mit neuen Begleittexten des „New York Times“-Bestsellerautors und lebenslangen Floyd-Fans Jonathan Lethem, einem Interview mit Reinhard Hohlwein sowie einem Auszug aus den Memoiren von Aubrey „Po“ Powell von Hipgnosis über die Entstehung des ikonischen Albumcovers von „Animals“. Diese faszinierenden Einblicke werden durch bisher unveröffentlichte Bilder ergänzt, die den gesamten kreativen Schaffensprozess dokumentieren – von den Albumaufnahmen über das Cover-Shooting in der Battersea Power Station bis hin zur anschließenden Welttournee.
- Poster
- Schablone
ANIMALS 1977
„Animals“ ist im Jahr 2026 noch genauso aktuell wie 1977. Seine dystopische Albtraumvision einer Gesellschaft, die von Gier und Heuchelei zerrissen ist, schwelt auch im heutigen Zeitalter der Desinformation, Entfremdung und Unsicherheit weiter. Die Musik und die Botschaft sind unheimlich vorausschauend, denn „Dogs“ und „Pigs“ tummeln sich nach wie vor unter uns, während „Sheep“ unwissentlich zur Gefügigkeit manipuliert werden. Dennoch gibt es noch einen Funken Hoffnung.
Als das textlich und musikalisch roheste Album von Pink Floyd bricht Roger Waters’ antikapitalistische Wut mit voller Wucht hervor, die sich durchgehend in David Gilmours eindringlichem Feuerwerk an E-Gitarren widerspiegelt. Die Aufnahmen, die die Band selbst in ihrem neuen, eigens dafür errichteten Studio in der Britannia Row durchführte, verliefen nicht ganz ohne Anlaufschwierigkeiten, doch die reduzierte Ausstattung trug entscheidend dazu bei, das raue Endprodukt zu schmieden.
Die unglaubliche Kreativität und Vision, aus der „Animals“ hervorging, wird vielleicht am besten durch eines der beständigsten Bilder der Rockgeschichte veranschaulicht: das fliegende Schwein. Das von Roger Waters erdachte und von Aubrey Powell und Storm Thorgerson bei Hipgnosis umgesetzte Albumcover von „Animals“ illustriert anschaulich Waters’ Vision für das Album. Das verfallende Kraftwerk Battersea Power Station, an dem er jeden Tag vorbeifuhr, stand für das, was Powell als „einen kapitalistischen Monolithen“ beschrieb, „der im Kern unter der erdrückenden Last von Gier, wuchernder Bürokratie und veralteter Infrastruktur zerfällt“ – unterstrichen durch das darüber schwebende Schwein, das die Gier der herrschenden Klassen symbolisiert.
ALGIE
Die Geschichte der Aufnahmen selbst ist mittlerweile legendär und hat dazu beigetragen, den Ruf des Kunstwerks zu festigen. Ein 40 Fuß großes aufblasbares Schwein namens Algie wurde in Auftrag gegeben, und man erhielt die Genehmigung, es über den Flughafen fliegen zu lassen. Acht Fotografen wurden rund um den Flughafen postiert, zusammen mit einem Filmteam in einem Hubschrauber und einem Polizeischützen, der bereitstand, um das Schwein notfalls abzuschießen. Doch aufgrund eines technischen Defekts musste der Dreh verschoben werden, und als Algie am nächsten Tag aufstieg, riss er sich aus seinen Verankerungen los und schwebte in Richtung Heathrow davon. Man hatte vergessen, den Scharfschützen erneut zu buchen. Kampfflugzeuge der RAF wurden alarmiert und Flüge gestrichen. Ein internationaler Zwischenfall zeichnete sich ab, bis ein Anruf von einem Landwirt aus Kent einging, der Algie auf einem seiner Felder gefunden hatte. Die Geschichte wurde schnell zu einer Pressesensation und inspirierte weitere aufblasbare Schweine in der bahnbrechenden Inszenierung von Pink Floyds „In The Flesh“-Welttournee von 1977.
PINK FLOYD ÜBER ANIMALS
Roger Waters (über die Entstehung des Albumcovers): Ich war jeden Tag auf dem Weg von und zu meinem Haus in Clapham an der Battersea Power Station vorbeigefahren. Ich glaube, ich habe das Gebäude einfach geliebt. Mir gefiel seine Symbolik: Es ist ein Kraftwerk, das Rauch ausstößt, und hat daher etwas Bedrohliches an sich. Es hat vier phallische Schornsteine und sieht aus wie ein umgedrehter Tisch. Und in der Band gab es vier Leute, die auf den Kopf gestellt worden waren. Es schien mir ein wirklich cooler Ort zu sein, an dem ein Schwein fliegen könnte.
David Gilmour: Die Stimmung in der Musikszene änderte sich 1977. Punkmusik eroberte alles, und ich vermute, dass das einen gewissen Einfluss darauf hatte, wie wir am Album ‚Animals‘ arbeiteten. Ich meine, es ist ein ziemlich aggressives, reduziertes Album. Es entfernte sich von den Klanglandschaften, die wir auf ‚Wish You Were Here‘ hatten. Dieses Album ist direkter und rauer und ungeschliffener. Und die Texte von Roger sind definitiv viel aggressiver. Wir hatten viel Spaß dabei, es aufzunehmen.
Nick Mason: Innerhalb der Band tauchten allmählich alle möglichen Differenzen auf, aber in gewisser Weise war ‚Animals‘ ein bemerkenswert geschlossenes Projekt. Das Wichtigste war der Ausbau von Britannia Row. Britannia Row war dieses Gebäude, das wir einige Jahre zuvor gekauft und in dem wir tatsächlich damit begonnen hatten, unser eigenes Aufnahmestudio einzurichten. Wir versuchten, das Studio so zu gestalten, dass jeder von uns es bedienen konnte, und alle Kabelkanäle waren deutlich beschriftet, sodass jeder einen Kopfhörer anschließen konnte, ohne dass jemand anderes das für uns tun musste.





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Am 7. Mai 2027 sollte SONY noch das Oakland-Konzert als 4-LP Edition, so wie das L.A.-Konzert, herausgeben.
Das wäre eine sehr gute Idee, der ein hohes Umsetzungspotenzial innewohnt! 🙂