Pink Floyd Bassist Guy Pratt lehnte ab, auf Roger Waters Amused to Death Album Bass zu spielen

Amused To Death (1992)

Ich habe mir ein neues Interview mit Guy Pratt angehört und einige interessante neue Details erfahren. So will der Pink Floyd Bassist nächstes Jahr wieder als Comedian auftreten. Außerdem erwarten wir ein neues Buch von ihm, das sicher etliche Geschichten von seiner Zeit mit Pink Floyd, David Gilmour, Nick Mason‘’’s Saucerful of Secrets und anderen Musikern enthalten wird. Darauf freue ich mich sehr, wenn er es dann endlich fertig geschrieben hat.

Angesprochen auf Engagements, die er ablehnte, erzählte von seinem Producer-Freund Pat Leonard, der ihn 1991 einlud, auf Roger Waters Amused To Death Album Bass zu spielen.

GUY PRATT: Es gab ein paar Fälle, in denen ich aus guten Gründen abgelehnt habe.

Kannst du mir ein Beispiel nennen?

GUY PRATT: Ja. 1991 war Pat Leonard, mein lieber Freund, mit dem ich alle Madonna-Alben aufgenommen und mit dem ich die Band „Toy Matinee“ gegründet hatte, als Produzent für Roger Waters tätig. Er fragte mich, ob ich auf dem Album mitspielen wolle, und ich dachte mir: „Oh, das wäre lustig und ironisch und was auch immer.“

Aber ich dachte mir, ich frage lieber erst mal David Gilmour, oder? Das liegt doch auf der Hand. Also habe ich David angerufen und einfach gesagt: „Hey, hör mal. Pat hat mich gebeten, auf Rogers Album mitzuspielen. Geht das klar?“. Und David sagte: „Natürlich ist das in Ordnung. Das macht mir nichts aus. Das ist absolut in Ordnung.“

Und buchstäblich in dem Moment, als ich den Hörer auflegte, dachte ich: „Nein, das ist es nicht.“ Das ist nicht in Ordnung. Nach allem, was vorgefallen ist, ist das wirklich uncool von dir gegenüber David. Weißt du, du, nein, mach das nicht. Weißt du, es ist so, als würde man dadurch befleckt werden. Und ich bin so froh, und es ist wahr, denn sonst wäre da für immer ein kleiner Makel geblieben. Ich wusste nicht, dass ich für den Rest meines Lebens für David arbeiten würde.

Also habe ich Nein gesagt. Und wie sich herausstellte, hat Jeff Beck auf dem Album Gitarre gespielt. Und dadurch haben sich Jeff und Pat wirklich gut verstanden und beschlossen, gemeinsam etwas aufzunehmen. Also haben sie es mal ausprobiert. Sie haben einfach einen Song zusammen aufgenommen, um zu sehen, wie es läuft, und mich gebeten, dabei den Bass zu spielen.

Und ich glaube, das war meine Belohnung dafür, dass ich „Nein“ zu Rogers Album gesagt habe.

Ich halte es für etwas eigenartig, das Waters bei Pratt nachfragen ließ und sich später Jon Carin krallte. Pratt’s Haltung kann ich nachvollziehen. Immerhin hat er sicherlich seine großartige Karriere ein klein wenig den Pink Floyd Musikern David Gilmour und Nick Mason zu verdanken. Daumen hoch, Guy.

Dieser Link führt euch zum gesamten Interview: Christabel’s Voice: Guy Pratt: Pink Floyd, Madonna, and When Michael Jackson Hid Behind the Mixing Desk

2 Antworten

  1. Avatar AxelSM. sagt:

    Auch eine schöne Reaktion von David, dass er – trotz aller Querelen – nichts dagegen gehabt hätte, würde Guy auf der Amused mitspielen 🙂

  2. Avatar ChrisHB sagt:

    Er hätte sich dort einreihen müssen – denn es gab da ja auch noch einige andere Bassisten (sogar Waters selbst hat Bass gespielt). Ich unterstelle mal, DG hat sich seinen Teil gedacht. 😉

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